3 68 len, die der Menſch für die Seele Archibalds, der ſo ſchnell von der Welt Abſchied nehmen mußte, leſen laſſen wollte.«
Sigmund wollte antworten, allein Philipſon fürch⸗ tete, er möchte in ſeiner Einfalt etwas Ungeſchicktes ſagen, das die Freude des Landammanns trübte, und ſetzte ſchnell hinzu:„Nehmt jetzt dieſe Büchſe wieder, und bringt ſie meinem Sohne.“
Nach ſeiner Entfernung trat eine Pauſe ein, bis endlich der Landammann das Schweigen brach.
„Signor Philipſon,“ ſagte er,„wir halten Euch durch das vorhin gemachte Anerbieten nicht gebunden, weil man oft meint, in einer gewiſſen Lage etwas thun zu können, wozu man ſich nachher, wenn man wirklich in dieſelbe gekommen iſt, unfähig findet; da Ihr nun aber ſo glücklich, und auf ſo unerwartete Weiſe wieder in den Beſitz des Vermißten gekommen ſeyd, das Euch, wie Ihr ſagt, bei dem Herzog zur Beglaubigung dienen ſoll, ſo frage ich Euch, ob Ihr unſere Sache bei ihm vermitteln zu können glaubt?“
Die Uebrigen neigten ſich alle nach vornen, um Phi⸗ lipſons Antwort beſſer zu hören, dieſer aber erwiederte: „Herr Landammann, ich habe in ſchwierigen Fällen noch nie ein Verſprechen gegeben, das ich nicht, wenn die Schwierigkeit gehoben war, bereitwillig gehalten hätte. Ihr ſagt, Ihr habt an dem Angriff auf La Ferette keinen Antheil genommen, und ich glaube Euch; auch habe die Hinrichtung des Hagenbach, ſagt Ihr, kraft eines Urtheilsſpruches ſtatt gefunden, auf den


