mermann, der Solothurner Abgeordnete,„ich rathe zur Umkehr.“
„Wenn nur mein Leben auf dem Spiele ſtünde,“ ſagte Rudolph,„würde ich nicht für die Heimkehr ſtim⸗ men, aber der Landammann iſt der Vater der verei⸗ nigten Cantone, und es wäre daher Hochverrath, wenn ich ſein Leben gefährden ließe; mein Rath iſt, daß wir in die Schweiz zurückkehren, und der Bund ſich zur Gegenwehr rüſtet.“
„Ich bin ganz anderer Meinung,“ hob Arnold wie⸗ der an,„und werde es Keinem verzeihen, der aus wah⸗ rer oder vorgeblicher Freundſchaft, mein geringes Leben gegen den Vortheil der Cantone in die Wage legt. Ziehen wir weiter, ſo wagen wir unſern Kopf, nun ja, kehren wir aber um, ſo bringen wir unſer Land in Krieg mit einer der erſten Mächte Europa's. Ihr ſeyd tapfer im Kampfe, zeiget nun auch jetzt unerſchro⸗ nen Muth und laßt uns nicht anſtehen perſönlicher Ge⸗ fahr entgegen zu gehen, wenn wir dadurch dem Va⸗ terlande den Frieden erhalten können.“
„Ich denke und ſtimme, wie mein Nachbar und Ge⸗ vater Arnold,“ ſprach der Abgeordnete von Schwyz.
„Ihr ſeht, wir ſind getheilter Meinung,“ fuhr der Landammann gegen Philipſon fort,„was iſt die Eurige.*
„Zuerſt muß ich Euch fragen,“ verſetzte Philipſon, „welchen Antheil Ihr an der Eroberung der Stadt und der Hinrichtung des Statthalters genommen habt.“
„Ich betheure bei Gott,“ ſagte der Landammann, „daß ich bis auf den Augenblick, wo die Stadt ſo un⸗


