Teil eines Werkes 
159. Bändchen = Neue Folge, 9. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 3. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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4² 4 in Erwägung ziehen,“ entgegnete Kilian,„bedenkt, daß die Schweizer im Kampf wahre Teufel ſind, und daß ſie uns zum Lohne des Siegs keine Beute laſſen, als etliche Kettlein von Kupfer oder ſchlechtem Silber; das Mark habt Ihr ihnen ſchon alles ausgeſogen und könn⸗ tet Euch an den Beinen die Zähne ausbeißen.“

„Du biſt ein Narr, Kilian,“ erwiederte Archibald, „und eine Memme obendrein, beim Anblick von zwanzig, höchſtens dreißig Partiſanen ziehſt Du die Hörner ein, wie eine Schnecke, die ein Kind mit den Fingern be⸗ rührt; die meinigen ſind ſo hart und feſt, wie die des Auerochſen, von dem ſo viel die Rede iſt. Laſſen wir die Schweizer Abgeordneten, wie ſie ſich nennen, frei durchziehen, ſo erzählen ſie dem Herzog ein Hiſtörchen von Kaufleuten, die mit koſtbaren Waaren für ihn ſich an feinen Hof begeben wollten. Karl muß ſich von den Geſandten eines Volks, das er haßt und verachtet, gelangweilt ſehen, und erfährt, daß ſein Statthalter in La Ferette ihnen den Durchzug geſtattet, und da⸗ gegen Leute feſtgenommen hat, die er zu ſehen gewünſcht hätte.“

„Ich ſehe nicht ein, wie ein Angriff auf die Geſand⸗ ten eine beſſere Entſchuldigung dafür abgeben ſoll, daß Ihr die Engländer geplündert habt.“

„Du ſiehſt es nicht, Kilian, weil Du ein blinder Maulwurf biſt. Wenn der Herzog von einem Gefechte zwiſchen meiner Beſatzung und den Schweizerbengeln, die er verachtet und haßt, reden hört, ſo kümmert er ſich nicht weiter um zwei Krämer, die im Handgemeng