34 „das Mönchskleid könnte gegen uns zeugen, hilf mir mein Gewand ausziehen.“
So ſehr Arthur vor Ungeduld brannte, ſah er doch die Nothwendigkeit ein, ſeinem Führer zu gehorchen; der Alte zog ſein langes ſchwarzes Kleid aus, und ſtand nun in einem ſchwarzen Rocke vor ihm mit einem Gür⸗ tel von Büffelleder, an dem ein kurzes zweiſchneidiges Schwert hieng.
„Gib mir jetzt das Novizenkleid,“ fuhr der Pater fort,„ich lege dann das meinige darüber an. Weil ich etwas an mir trage, das nach dem Welklichen riecht, ſo iſt es gut, wenn ich meine geiſtliche Kleidung verdopple.“
Bei dieſen Worten zuckte ein umheimliches Lächeln um ſeinen Mund, das noch mehr in Furcht ſetzen konnte, als das Runzeln der Stirne, das beſſer zu ſeinen Zügen paßte.
„Was wartet denn der Thor noch,“ hob er nach einer Pauſe wieder an,„da doch Leben oder Tod von ſeiner Schnelligkeit abhängt?«
Arthur wartete auf keine zweite Mahnung, zu ge⸗ hen, und eilte die Treppe hinab; das Thor war bald geöffnet, und ohne zu unterſuchen, wie tief der Gra⸗ ben ſeyn könnte, der eine grünliche, ſuͤmpfige Oberflä⸗ che hatte, oder den klebrigen Schlamm zu achten, in den er mit jedem Schritte ſank, watete er durch und gelangte an's jenſeitige Ufer, ohne von den zwei Bür⸗ gern bemerkt zu werden, die dort Wache hielten. Der Eine war in eine Chronik vertieft, der Andere ſchien


