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ſich mit ihrer Aufzeichnung beſchäftigten, wurden hier gerne von Männern beſprochen, die ihre friedliche Be⸗ ſchäftigung unendlich weit von dem Waffenhandwerk zu entfernen ſchien. Dieß erinnerte den Engländer an die alten Römer, die ſo oft den Pflug mit dem Schwerte vertauſchten, und er machte den Landammann auf die Aehnlichkeit beider Völker aufmerkſam. Dieſer war durch die ſeinem Lande angethane Ehre geſchmeichelt, erwiederte aber:„Möge der Himmel die ſchlichten Tu⸗ genden der Römer unter uns erhalten und uns vor ihrer Eroberungsſucht und ihrem leidenſchaftlichen Ver⸗ langen nach Ueppigkeit und Wolluſt bewahren.“
Wegen der Langſamkeit, mit der die Reiſenden fürbaß zogen und verſchiedener anderer Urſachen übernachteten ſie zweimal auf dem Wege, ehe ſie nach Baſel kamen. In den verſchiedenen kleinen Dörfern, wo ſie herberg⸗ ten, wurden ſie mit der größten Achtung und Gaſt⸗ freundſchaft aufgenommen, und ihre Ankunft war überall das Zeichen zu einem kleinen Feſte, das ihnen die ange⸗ ſehenen Einwohner gaben.
Am dritten Tage kamen ſie endlich der Nähe von Baſel an, damals eine der größten Städte des ſüd⸗ weſtlichen Deutſchlands, wo ſie die Nacht zubringen wollten, in der Hoffnung, hier eine freundſchaftliche Aufnahme zu finden, ungeachtet die Stadt noch nicht zu dem Schweizerbunde gehörte, indem ſie erſt unge⸗ fähr dreißig Jahre ſpäter(1504) demſelben beitrat, ſondern eine freie Reichsſtadt, jedoch mit Bern, Solo⸗ thurn, Luzern und andern Städten der Schweiz durch


