Teil eines Werkes 
157. Bändchen = Neue Folge, 7. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 1. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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106 einemmale zu beendigen hoffte, allein Arthur hatte nicht vergebens auf ſein ſcharfes Auge und die Ge⸗ wandtheit ſeiner Glieder gerechnet. Ehe noch die Klinge niederſchlug, entging er durch einen leichten Seiten⸗ ſprung dem furchtbaren Hiebe, und ehe der Schweizer Zeit hatte das Schwert wieder zu erheben, verwun⸗ dete er ihn, jedoch nur ganz leicht, am linken Arme. Ergrimmt uͤber dieſe Wunde, erhob Rudolph ſein Schwert zum zweitenmale, und hieb und ſtach ſo kraͤf⸗ tig und ſchnell um ſich, daß Arthur alle ſeine Gewandt⸗ heit aufbieten mußte, um den Streichen auszuweichen, deren jeder gewaltig genug ſchien, um einen Felſen zu ſpalten. Er mußte bald auf die Seite, bald ruͤck⸗ waͤrts weichen, und ſich einigemale hinter Ruinen ſtellen, indeſſen aber erwartete er kaltblutig, bis die Kraft ſeines wuͤthenden Feindes ſich erſchoͤpfte, oder ein unvorſichtig gefuͤhrter Hieb ihm Gelegenheit ver⸗ ſchaffte, ihn mit Vortheil anzugreifen. Dieſe Gele⸗ genheit blieb nicht aus, denn bei einem wuͤthenden Streiche ſtieß der Schweizer an einen Stein, und er⸗ hielt, ehe er Zeit batte wieder die gehoͤrige Stellung anzunehmen, einen furchtbaren Schlag auf den K Kopf, der gefaͤhrliche Folgen haͤtte haben koͤnnen, wenn ſeine 1 Muͤtze nicht mit gutem Stahle gefuͤttert geweſen; er wurde daher nicht verwundet, und erneuerte den Kampf mit derſelben Wuth, wiewohl Arthur zu bemerken glaubte, daß er ſchwerer athmete, und ſeine Hiebe vorſichtiger fuͤhrte.

So kaͤmpften ſie mit gleichem Gluͤcke, als eine tiefe