w.
79
herrſchte. Arthur, zufrieden mit dem Siege, den er im Bogenſchießen davongetragen, vergaß, daß er in den ubrigen Leibesuͤbungen nicht ſo gluͤcklich geweſen war, ſtrengte ſich auf's Neue an, und ge⸗ wann ſich Beifall. Die jungen Leute, die geneigt ge⸗ weſen waren, ihn zu belachen, fanden ihn nun ach⸗ tungswerth, waͤhrend Rudolph mit Mißvergnuͤgen ſah, daß er in der Meinung ſeiner Vettern und viel⸗ leicht gar ſeiner Baſe einen Nebenbuhler habe. Es ſchmerzte den ſtolzen Juͤngling, daß der Landammann ihn getadelt, daß er bei ſeinen Gefaͤhrten, die ihn immer als Vorbild betrachtet hatten, nicht mehr in derſelben Achtung ſtand, und was ſein Gemuͤth mit Zorn erfuͤllte, war de Gedanke, daß ein Fremder, ohne Namen und Ruf, ihm dieß gethan. In dieſer gereizten Stimmung trat er auf den jungen Englaͤn⸗ der zu, ſchlug ihn mit ſchweizeriſcher Treuherzigkeit auf die Schulter, und ſagte:„Ernſt's Pfeil hat die Luft durchſchnitten, wie ein Falke, der auf ſeine Beute ſturzt,“ ſetzte aber leiſer hinzu:„handelt Ihr Kaufleute auch mit Blechhandſchuhen, verkauft Ihr ſie einzeln, oder muß man ein ganzes Paar nehmen?“
„Ich verkaufe keinen Haudſchuh,“ erwiederte Ar⸗ thur, der ihn ſogleich verſtand, und den ſchon die veraͤchtlichen Blicke des Berners waͤhrend des Eſſens, noch mehr aber ſeine Behauptung, daß er durch Zu⸗ fall oder Zauberei das Ziel getroffen, aufgebracht hat⸗ ten, vich verkaufe keinen Handſchuh, ſtehe aber nie⸗ mals an, einen einzutauſchen.“


