20 Berges, an deſſen Fuß das Waſſer ſich ausbreitete, das ſie ſchimmern ſahen, ſo oft ein Windſtoß den Ne⸗ bel auseinander trieb; ob es aber der See war, von deſſen Ufern ſie dieſen Morgen auszogen, oder ein an⸗ deres Waſſer dieſer Art, ob ein Fluß oder ein Wald⸗ ſtrom, konnten ſie nicht unterſcheiden. Nur das wuß⸗ ten ſie beſtimmt, daß ſie in keinem Falle an einer ſol⸗ chen Stelle am Ufer des Sees bei Luzern waren, wo dieſer ſeine gewöhnliche Breite hat; denn bei den ein⸗ zelnen Windſtößen ſahen ſie das jenſeitige Ufer, da es aber jedesmal nur ein Augenblick war, ſo wußten ſie nicht, wie weit es entfernt liege, wiewohl es nahe genug war, daß man große Felſen dort ſehen konnte, die mit Fichten bewachſen waren. 3 Bisher war der Weg, obgleich ſteil und rauh, ziem⸗ lich deutlich durch Spuren angegeben worden, welche verriethen, daß Reiſende zu Fuß und zu Pferde ihn ſchon gemacht hatten. Aber in dem Augenblicke, wo Antonio mit ſeinem Maulthiere auf der Spitze einer
vorſpringenden Anhöhe angelangt war, blieb er plötz⸗
lich ſtehen und rief den Namen ſeines Schutzheiligen. Arthur glaubte zu bemerken, das Thier theile den Schrecken ſeines Führers, denn es trat einen Schritt zurück, ſpreizte die Vorderfüße auseinander und nahm eine Stellung an, welche Furcht und zugleich Ent⸗ ſchloſſenheit verrieth, nicht weiter zu gehen. Er ver⸗ doppelte daher ſeine Schritte, nicht blos aus Neu⸗ gierde, ſondern um die Gefahr, wenn eine ſolche vor⸗ handen wäre, zu beſtehen, ehe ſein Vater ſie theilen
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