10 ein huͤbſches Maͤdchen zu ſeyn; aber dieſe Catharine war immer kalt gegen mich,“ ſagte der Prinz.
„Nun, Mylord,“ ſagte Ramorny,„wenn Ihr, jung, ſchoͤn und ein Fuͤrſt, Euch einem ſchoͤnen Maͤdchen nicht angenehm zu machen mißt, ſo hab' ich nichts mehr zu ſagen.“
„Und waͤre es nicht viel zu kuͤhn fuͤr mich wieder zu reden, ſo wollte ich ſagen,“ nahm Dwining das Wort,„daß ganz Perth weiß, wie wenig Gow Chrom
des Maͤdchens Wahl, ſondern ihr nur von ihrem Va⸗
ter aufgezwungen war. Ich weiß gewiß, daß ſie ihn wiederholt ausſchlug.“
Nun, wenn Du uns das verſichern kannſt, ſo iſt der Fall ganz anders,“ ſagte Rothſay,„Vulcan war ſo gut ein Schmied, als Heinrich Wynd, und unſere Chroniken melden uns, was dabei herauskam.“
„Lang lebe Lady Venus und werde verehrt,“ ſagte 3
Sir John Namorny,„und Gluͤck dem tapfern Ritter Mars, der um ihre Goͤttinſchaft buhlt!«
Das Geſpraͤch blieb eine Weile froͤhlich und heiter, aber Rothſay ließ dieſen Ton bald fallen.„Ich habe,“
ſagte er,„das Gefaͤngniß hinter mir, und doch will
mein Muth nicht aufleben. Einige Muſik, die ſich ins Ohr ſtehle, aber nicht laut genug, uns die Au⸗ gen erheben zu machen, waͤre jetzt Goͤtterluſt.«
Eure Gnaden braucht nur zu ſprechen, ſo ſind die Nymphen des Tay ſo guͤnſtig, als die Schoͤnen am Geſtade.— Horcht— es iſt eine Laute.“—


