Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Beruhigt Euch Mylord. Wer ſich mit der Hand kein Recht ſchaffen kann, der muß den Kopf brauchen. Gut, das unützte aber nicht, da der feine Douglas ſich zu Gunſten des zarten Gewiſſens erklärte, und der alte Henſhaw keine Einwürfe mehr gegen die Abfahrt des ſchönen Mädchens von Perth nach Falkland wußte, nicht um die düſtre Geſellſchaft der Lady Macjory zu theilen, wie Sir Ptrick und ſie ſelbſt meinte, ſon⸗ dern um Eurer Hoheit die Langeweile zu vertreiben, wenn wir von der Jagd im Parke zurückkommen.

Nach dieſer Antwort trat wieder eine lange Pauſe ein, in welcher der Prinz tief zu ſinnen ſchien. End⸗ lich begann er:Ramorny, ich habe doch einen Scru⸗ pel in dieſer Sache, aber wenn ich Dir ihn nenne, wird der Teufel der Sophiſterei, mit dem Du beſeſ⸗ ſen biſt, mir ihn wegſtreiten, wie ſo viele andere. Dieß Maͤdchen iſt die ſchoͤnſte, die ich je ſah oder kannte, und ſie gefaͤllt mir um ſo mehr, da ſie einige Zuͤge von Eliſabeth von Dunbar hat. Aber ſie, ich meine Catharinen, iſt verlobt und heirathet bald Heinrich den Waffenſchmied, einen unvergleichlichen Meeiſter ſeiner Kunſt und bis jetzt noch unbeſiegter Kriegsmann. Wenn ich dieſer Intrigue folge, thue ich einem guten Kerl viel Unrecht.

Eure Hoheit wird nicht erwarten, daß ich mich ſehr fuͤr Heinrich Smith verwende, ſagte Ramornp, auf ſeinen verwundeten Arm blickend. 1

»Bei St. Andreas mit ſeinem geſtuͤtzten Kreuz, Du ſprichſt zu viel von deinemngufall. Andere ſind