Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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44 Ufer als ein fuͤr ihre Provinz ſchmaͤhliches Schauſpiel haͤngen ſahen.

Um Mitternacht, nach dem Tag der Hinrichtung gingen, als die Bewohner von Perth tief in Schlaf begraben lagen, drei Maͤnner, in Maͤnteln gehuͤllt, und eine truͤbe Laterne tragend, die Alleen eines Gar⸗ tens hinab, die vom Hauſe des Sir John Ramorny zu den Ufern des Tay fuͤhrten, wo ein kleines Boot an einem Landungsplatz oder einem kleinen vorſprin⸗ genden Damm lag. Der Wind heulte tief und me⸗ lancholiſch durch die blaͤtterloſen Geſtruͤppe und Straͤu⸗ che; und ein blaſſer Mond watete, wie man es in Schottland nennt, unter gehaͤuften Wolken, die Regen zu drohen ſchienen. Die drei Maͤnner beſtiegen das Boot mit großen Vorſicht, um der Beobachtung zu entgehen. Einer von ihnen war ein großer, ſtarker Mann; ein anderer kurz und gebeugt; der dritte von mittlerem Wuchs, und augenſcheinlich juͤnger als ſeine Gefaͤhrten, ſchnell und gewandt. So viel ließ das unvollkommene Licht entdecken. Sie ſetzten ſich in das Boot und ſtießen vom Damm ab.

Wir muͤſſen es mit dem Strome laſſen, bis wir durch die Brucke gekommen ſind, wo die Buͤrger noch Wache halten; und Ihr wißt das Spruͤchwort ein Pfeil von Perth hat einen guten Flug, ſagte der Juͤngſte aus der Geſellſchaft, der das Geſchaͤft des Steuermanns uͤbernahm und das Boot vom Damm ſtieß; waͤhrend die andern die umwickelten Ruder er⸗ griffen und mit aller Vorſicht fortſteuerten, bis ſie