Teil eines Werkes 
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Du weißt, Heinrich, daß es mir nicht gegeben iſt, zu lügen; aber ich habe die Sache mit ihm abgemacht.

Und wie denn?

Nun, guter Gott, ſo Vater Simon, ſagte ich, Ihr ſeyd ein alter Mann und wißt nicht, daß in un⸗ ſern Adern die Jugend wie Queckſilber iſt. Ihr denkt gewiß, ſagte ich, er kümmere ſich um das Mädchen und halte ſie jetzt in einem Winkel von Perth verborgen? Keineswegs, ich weiß und könnte drauf ſchwören, daß ſie ſein Haus verließ und den andern Morgen nach Dundee abging. Jal ich habe dir in dem kitzlichen Um⸗ ſtand artig geholfen.

Wirklich, das dünkt mich auch und wenn etwas meinen Kummer und Zorn in dieſem Augenblick vermeh⸗ ren kann, ſo iſt es das, einem Eſel, wie du, ſeinen plum⸗ pen Huf mir auf den Kopf ſetzen zu ſehen, um mich tiefer in den Schlamm zu ſtoßen, in dem ich doch nur halb erſäuft war. Geh fort und mögeſt du das Schick⸗ ſal haben, das deine Schwätzerei verdient, dann wird man dich im erſten Graben mit umgedrehtem Hals fin⸗ den. Geh, ſag' ich, oder ich werfe dich an den Schul⸗ tern aus der Thür.

Ah! ah!« rief Olivier, indem er ſich bemühte, zu lachen,du nimmſt es ſo? Aber, Bruder Heinrich, begleite mich bis an mein Haus in Meal Vennal, das wird dich zerſtreuen.

Fluch über dich, nein!

Ich gebe dir Wein genug, wenn du kömmſt, ſagte Olivier.