71 Gold dich heben kann. Dieſe Börſe iſt ſchwer, aber nur ein Handgeld an deinem Lohn.“
„Und der Waffenſchmied? mein edler Wohlthäter,“ ſagte der Apotheker, die Börſe einſteckend;„dieſer Hein⸗ rich von Wynd, oder wie man ihn ſonſt nennt— würde die Nachricht, daß ſein Verbrechen beſtraft ſey, nicht den Schmerz Eurer Wunde wirkſamer ſtillen, als aller Balſam von Mecca?“
„Die Sache iſt unter Ramornys Gedanken; ich fühle nicht mehr Zorn äber ihn, als die unempfindliche Waffe, die er brauchte. Aber es iſt billig, daß dein Haß befriedigt werde. Wo findet man ihn gewöhnlich?“
„Ich habe viel darüber gedacht,“ antwortete Dwi⸗ ning,„aber am hellen Tag und in ſeinem eignen Haus einen Angriff auf ſein Leben zu machen, würde unklug und gefährlich ſeyn; denn er hat in ſeiner Schmiede fünf Arbeiter; vier von ihnen ſind ſtarke Kerls und alle lieben ihren Meiſter. Bei Nacht wäre dieß auch ſchwierig, denn ſeine Thür iſt durch eichene Balken und Eiſen feſt verſchloſſen und könnte man ſie auch ſpren⸗ gen, ſo würde ihm die ganze Nachbarſchaft zu Hülfe eilen, beſonders jetzt, da noch Alles von der Valentins⸗ nacht her in Aufruhr iſt.“
„Du haſt Recht,“ erwiederte Ramorny,„aber es liegt in deiner Natur, zu betrügen, ſelbſt mich. Du Lannteſt meine Hand und meinen Ring, wie du ſagteſt als ſie auf der Straße, wie die widrigen Reſte einer Fleiſchbank, gefunden wurden. Warum, wenn du ſie kannteſt, folgteſt du denn dieſen Bürgerstölpeln, um


