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»Mylord von Donglas ſagte der Prinz, der keine Gelegenheit zur Demüthigung ſeines ſtolzen Schwieger⸗ vaters vorbeilaſſen zu wollen eutſchloſſen ſchien,„will uns andern armen Bewohnern der Ebne nicht einmal den Ruhm laſſen, den wir auf Koſten der hochländiſchen Banditen erwerben könnten, während er ſchon in Ge⸗ dänken eine Erndte von Siegen auf Koſten der Englän⸗ der ſammelt; aber Percy hat den Rücken gewiſſer Leute ſo gut geſehen, als Douglas und ich habe ſagen hören, daß oft die, welche gingen um Wolle zu ſcheeren, ſelbſt geſchoren zurückkamen.“
„Eine Art zu ſprechen,“ entgegnete Dougas,„eines Prinzen würdig, der das Säckchen eines lüderlichen Wei⸗ bes, als koſtbare Gunſt, an der Mütze, von Ehre ſpricht.“
„Verzeiht, Mylord,“ ſagte Rothſay,„aber wer auf eine Art vermählt iſt, die ihm nicht anſteht, nimmt es nicht genau in der Wahl neuer Liebſchaften. Der Ket⸗ tenhund begnügt ſich mit dem Bein, das ihm am näch⸗ ſten liegt.“
„Rothſay! unglücklicher Sohn!“ rief Robert,„wirſt du unſinnig? oder willſt du dir den ganzen Zorn eines Vaters und Königs auf dein Haupt rufen 2
„Ich werde ſtumm, ſobald Eure Gnaden es befehlen,“ ſagte der Prinz.
„Nun, Mylord Albany,“ fuhr der König fort,„da Ihr ſo rathet und das ſchottiſche Blut fließen muß, wie können wir die rohen Menſchen dazu bringen den von Euch vorgeſchlagnen Kampf anzunehmen?“
„Eh ich Euer Gnaden ankworte,“ ſagte Albany,


