Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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21 Töchtern Bericht zu erſtatten, welche Maßregeln man getroffen habe, damit ihre Schlafkammern in Zukunft gegen die Unternehmungen verliebter Ritter geſichert wären.

Während die Pferde geſattelt werden und der Rath der Stadt die Maaßregeln, welche die angeſehenſten Mitglieder bereits angenommen haben beſpricht oder vielmehr in geſetzlicher Form abfaßt, mag zur Un⸗ terrichtung eines Theils der Leſer die genauere Aus⸗ einanderſetzung gewiſſer Thatſachen, die bei der obigen Beſprechung nur angedeutet wurden, ihre Stelle finden.

Um dieſe Zeit, wo die Macht der lehensherrlichen Ariſtokratie den Rechten der königlichen Städte in Schott⸗ land Hohn ſprach, und ſich nicht ſelten Eingriffe in ihre Gerechtſame erlaubte, war es gewöhnlich, daß die Städte, wenn die Umſtände es forderten, ihren Oberrichter, d. h. ihre höchſte obrigkeitliche Perſon nicht aus den Han⸗ delsmännern, Kaufleuten und Bürgern, die in der Stadt wohnten und die untergeordneten Aemter begleiteten, ſondern aus den Edlen oder Baronen in der Umgegend wählten. Man erwartete von demjenigen, der auf dieſen hohen Poſten erhoben worden war, daß er die Stadt bei allem, was ihre Intereſſen betraf, bei Hofe vertrat, ihre Truppen befehligte, mochten ſie nun für die Krone in den Krieg ziehen, oder eine Privatfehde der Stadt auszufechten haben, und daß er dieſe mit ſeinen eigenen Vaſallen verſtärkte. Der Schutz, der auf dieſe Weiſe geleiſtet wurde, blieb nicht immer un⸗ belohnt. Nicht ſelten benutzten die Oberrichter ihre