18 auf Seiten der Stadt, der Verluſt ganz auf Seiten der Nachtſchwärmer geweſen, die Sache auf ſich beru⸗ hen zu laſſen und nicht weiter davon zu ſprechen.“ Dieſer friedliche Rath machte Eindruck auf einige Bürger, welche anfingen, mit dem Kopfe Zeichen des Beifalls zu geben, und mit ernſter Miene den Ver⸗ fechter der Mäßigung zu betrachten, deſſen Meinung Simon Glover ſelbſt zu theilen ſchien, ob er ſich gleich einen Augenblick zuvor beleidigt gefühlt hatte. Nicht ſo Heinrich Smith, der, als er ſah, daß ſich niemand anſchickte, zu ſprechen, mit ſeiner gewöhnlichen Frei⸗ müthigkeit das Wort nahm und ſagte: „Nachbarn! ich bin weder der älteſte, noch der reichſte unter Euch, und es iſt mir auch nicht leid darum, daß ich es nicht bin: Die Jahre werden noch kommen und ich kann beim Feuer meines Ofens und dem Blaſen meiner Bälge mein Geld erwerben und wieder aus⸗ geben, wie ein Anderer. Aber noch Niemand hat mich ſaumſelig geſehen, wenn unſerer ſchönen Stadt durch Wort oder That Unrecht geſchah, und es in der Macht der Zunge und des Arms eines Mannes ſtand, Gerech⸗ tigkeit dafür zu ſchaffen. Ich werde daher einem ſol⸗ chen Schimpf nicht ruhig zuſehen, wenn ich etwas Beſ⸗ ſeres zu thun vermag. Ich werde ſelbſt den Oberrichter aufſuchen und wenn ich allein hingehen müßte. Es iſt ein Cavalier, ich weiß es, ein Edler von Geburt, wie wir alle wiſſen, von Vater auf Sohn, ſeit der Zeit Wallace's, der den Urgroßvater des Sir Patricius in dieſes Land eingeführt hat. Aber wäre er auch der
Teil eines Werkes
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
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