Teil eines Werkes 
114. Band, Der Pirat : 5. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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117 gehen laſſen. Ihr werdet doch dieſe ſo gefahrvolle Zuſam⸗ menkunft nicht unnoͤthig verlaͤngern?“

„Nein,“ ſagte Brenda:„und Du wirſt doch von Dei⸗ ner Seite des ungluͤcklichen Mannes Hierherkommen nicht benutzen, ihm etwas zu Leide zu thun, oder ſich ſeiner zu bemaͤchtigen?“

„Verlaßt Euch auf meine Ehre,“ ſagte Mordaunt: „es ſoll ihm nichts geſchehen, wenn er t ſelbſt nicht dazu An⸗ laß giebt.“

„So werde ich meine Schweſter zu rufen gehen,“ ſagte Brenda, und trippelte aus dem Zimmer.

Mordaunt uͤberlegte die Sache einen Augenblick, gieng dann zu der Schildwache, die an der Vorderthuͤr ſtand, und befahl ihr, augenblicklich nach der Hauptwache zu ge⸗ hen, und der ganzen Wache anzudeuten, in's Gewehr zu treten, zu ſehen, daß dieſer Befehl vollzogen wuͤrde, und zuruͤchzukehren, wenn Alle unter den Waffen waͤren. Un⸗ terdeſſen, ſagte er: wolle er ſelbſt auf dem Poſten bleiben. Waͤbrend der Abweſenheit der Schildwache oͤffete ſich lelſe die Vorderthuͤre, und Minna und Brenda traten, in ihre Maͤntel gehuͤllt, heraus. Die erſtere lehnte ſich auf ihre Schweſter und bog den Kopf nlieder, wie Jemand, der ſich eines Schrittes ſchaͤmt, den er ſo eben thun will. Auch Brenda gieng ſchweigend bei ihrem Geliebten voruͤber warf ihm aber aus der Ferne einen Blick der Dankbarkeir und des Wohlwollens zu, der, wo moglich, ſeine Beſorgniß für ihre Sicherheit noch verdoppelte.“

Die Schweſtern waren jetzt aus dem Geſichtskreiſe des Hauſes. Minna, deren Schritt bis dahin ſchwach und wan⸗ kend geweſen war, fieng an, ſich emvorzurichten, und auf einmal ſo feſt und ſchnell zu gehen, daß Brenda, welche nur

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