105
rief Derrick. Nun, Herr Lieutenant, denn ſo muͤſſen wir Euch doch jezt wohl nennen, laßt uns einmal einen Blick in Eure Plaͤne thun wann wird der Anker gelichtet werden? 3 8
„Wann es dem Himmel gefaͤllt, Herr Quartiermei⸗ ſter,“ antwortete Bunce:„denn ich weiß nicht mehr da⸗ von, als der Hinterſteven.“
Was, hol' der Teufel meine Knoͤpfe, ſagte Derrick, lichten wir nicht bei dieſer Fluth?
Oder doch ſpaͤteſtens bei der morgenden? ſagte der Bootsmann: warum haben wir denn die ganze Mannſchaft wie die Tageloͤhner arbeiten laſſen, alle dieſe Vorraͤthe an
Bord zu bringen?
„Ihr Herren,“ ſagte Bunce, muͤßt wiſſen, daß Cupi⸗ do ſich bei unſerm Capitain an Bord gelegt, das Schiff ge⸗ nommen und ſeinem Verſtand die Lucken vernagelt hat.“
Was fuͤr Schauſpielkram iſt das Alles? ſagte der Boots⸗ mann verdruͤßlich. Wenn Du uns was zu ſagen haſt, ſo ſage es mit Einem Worte, wie ein Mann.
„Nun,“ ſagte Fletcher:„ich denke, Jack Bunce ſpricht immer wie ein Mann— und ſo, ſeht Ihr...“
„Halt Dein Maul, lieber Dick, vortrefflicher Eiſen⸗ freſſer, ſey ruhtg,“ ſagte Bunce:„Ih Herren, mit Einem Worr, der Capitain iſt verliebt.“
Nun, ſeh' einmal Einer an! ſagte der Bootsmann: doch, ich bin auch wohl ſo oft als irgend Einer verliebt ge⸗ weſen, wenn das Schiff abgetakelt war.
„Nun aber,“ fuhr Bunce fort:„der Capitain iſt ver⸗ liebt— ja— Prinz Volſcius iſt verliebt, und obgleich das immer das Stichwort zum Lachen auf dein Tbeater iſt, ſo iſt hier doch nichts zu lachen. Er hofft, das Maͤdchen mor⸗


