Teil eines Werkes 
114. Band, Der Pirat : 5. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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welt, daß er, in ſeinen Mantel gehuͤllt, der unvollkomme⸗ nen Ruhe genoß, welche die erſchöpfte Natur als ihren Zoll, ſelbſt von denen heiſcht, welche an dem Rande der drohendſten Gefahr ſtehen. Wie aber auch der Schuldige durch eine ſo bedingte Reue ſich ſelbſt zu bernhigen, und die Gefuͤhle des Gewiſſens zu uͤbertaͤuben ſuchen mag, ſo iſt es doch die Frage, ob dieß nicht, in den Augen des Himmels, eher eine anmaßliche Erſcheinung, als eine Buße ſeiner Suͤnden iſt. 4 Als Cleveland erwachte, hatte ſich die graue Tages⸗ daͤmmerung bereits mit dem Zwielicht einer Orkney⸗Nacht vermaͤhlt. Er fand ſich am Ufer eines ſchoͤnen Waſſerſple⸗ gels, welcher, dicht bei dem Orte, wo er ausgeruht, durch zwet Landzungen, welche ſich einander von den entgegen⸗ geſetzten Seiten des Sees naͤhern, in zwei gleiche Haͤlften getheilt wird. Dieſe Landzungen ſind zum Theil durch die Bruͤcke von Broisgar verbunden, einen langen Damm, wel⸗ cher Oeffnungen hat, um der Ebbe und Fluth freien Raum zu laſſen. Hinter ihm, und der Bruͤcke gegenuͤber, befand ſich der merkwürdige Halbkreis von großen aufrecht ſtehen⸗ den Steinen, der in Großbrittanien, das unnachahmliche Denkmal von Stonehenge ausgenommen, ſeines Glei⸗ chen nicht hat. Dieſe ungeheuren Steinbloͤcke, von denen jeder uͤber zwoͤlf Fuß hoch iſt, ja manche eine Hoͤhe von vierzehn bis fuͤnfzehn Fuß haben, ſtanden um den Piraten in dem grauen Scheine der Daͤmmerung, wie Nebelbilder vorrſuͤndfluthlicher Rieſen, welche, mit den Gewaͤndern der Todten angethan, in dieſem bleichen Lichte die Erde wie⸗ der beſuchten, die ſie durch ihre Bedruͤckung geaͤngſtet und durch ihre Suͤnden befleckt bis ſie die Rache des langmuͤ⸗ tbigen Himmels auf dieſelbe herakgezogen.