„Geht, in Gottes Namen, meine Toͤchter,“ ſagte Mag⸗ nus:„ich bin in Gottes Hand, werde, wenn Ihr fort ſeyd, fuͤr mich ſelbſt wenig Beſorgniſſe haben, und, ſo lange ich lehe, es immer denken und ſagen, daß dieſer gute Mann ein beſſeres Loos verdiente. Geht, geht(denn ſie zigerten noch immer, ihn zu verlaſſen), macht⸗ daß Ihr fortkommt.*
„Haltet Euch nicht mit Kuͤſſen auf,¹ ſagte Bunce: „damit ich mir nicht auch mein Theil zu fordern in Ver⸗ ſuchung gerathe. Fort in das Boot— doch, noch einen Augenblick!“ Mit dieſen Worten zog er die drei Gefange⸗ nen bei Seite.„Fletcher,“ ſagte er:„ſteht mir fuͤr die uͤbrigen Kerle, und wird Euch ſicher auf die Hoͤhe der Kuͤſte bringen. Wie ich aber fuͤr Fletcher ſtehen ſoll, weiß ich nicht, wenn nicht Herr Halcro dieſen kleinen Gewäͤhrs⸗ mann mitnehmen will.“
„Er reichte hierbei dem Barden ein kleines Doppelpi⸗ aol hin, das, wie er ſagte, mit einem Paar Kugeln gela⸗
den war. Minna ſah, daß Halcro's Hand zitterte, als er
ſte ausſtreckte, die Waffe in Empfang zu nehmen.„Gebt es mir,“ ſagte ſie, indem ſie es dem Raͤuber aus der Hand nahm:„und verlaßt Euch darauf, daß ich mich und meine Schweſter zu vertheidigen wiſſen werde.“
„Bravo! bravo!“ rief Bunce aus:„ſo muß ein Maͤd⸗ chen ſprechen, das Eleveland s. des Koͤnigs der Seeraͤu⸗ ber, werth iſt.“
„Cleveland!“ wiederholte Minna.„Kennt Ihr denn dieſen Cleveland, den Ihr nun ſchon zweimal genaunt habt?“
„Ob ich ihn kenne! Giebt es einen Menſchen, ſagte Bunce:„der den beſten, kraͤftigſten Kerl nicht kennt, der
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