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mit geraͤuſchloſen Schritten ſo nahe an ihn herangekommen war, daß ſie ihn beruͤhren konnte. 8 Mordaunt war von Natur weder furchtſam, noch leicht⸗ glaͤubig, und eine ausgebreitetere Beleſenheit, als man ſie gewoͤhnlich findet, hatte ſeinen Geiſt gewiſſermaßen gegen die Einwirkung des Aberglaubens geſtaͤhlt; aber es wuͤrde ein wahres Wunder geweſen ſeyn, wenn er, auf Shetland und gegen Ende des ſiebenzehnten Jahrhunderts lebend, die Philoſophie beſeſſen haͤtte, welche erſt zwei Geſchlechter ſpaͤter in Schottland allgemein wurde. Er zweifelte, fuͤr ſich, an der Ausdehnung, ja an dem Vorhandenſeyn, von Norna's uͤbernatuͤrlichen Gaben, welches ſchon ein hoher Grad von Unglauben in einem Lande war, wo beides ſo allgemein angenommen wurde; allein ſein Unglauben gieng
doch nicht weiter, als bis zum Zweifel. Sie war unſtrei⸗
tig eine auſſerordentliche Frau, begabt mit einer ungewoͤhn⸗ lichen Geiſteskraft, die nach ganz eigenthuͤmlichen Beweg⸗ gruͤnden handelte, und, dem Anſchein nach, von irdiſchen Ruͤckſichten durchaus unabhaͤngig war. Mit ſolcher Anſicht,
. die er von ſeiner Jugend an in ſich getragen, konnte er
dieſes geheimnitvolle weibliche Weſen doch nicht anders als mit einer Art von Unruhe ploͤtzlich dicht neben ſich er⸗ blicken, waͤhrend ſie ihn mit ſo duͤſteren und ernſten Mie⸗ nen betrachtete, wie die, mit denen die Schickſalsſchwe⸗ ſtern— welche, nach der nordiſchen Mythologie, die Wal⸗ kyrien oder„Waͤhlerinnen der Erſchlagenen“ genannt wur⸗ den— die jungen Kaͤmpen zu betrachten pflegten⸗ welche ſie auserwaͤhlt hatten, das Gaſtmahl Odin's zu theilen. Man hielt es in der That fuͤr ungluͤckbedeutend, wenn alcht für etwas noch Schlimmeres, mit Norna ploͤtzlich al⸗ lein und an einem von allen lebenden Zengen entfernten
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