Teil eines Werkes 
111. Band, Der Pirat : 2. Theil (1828) The pirate
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

Es blieb alſo Mordaunt Mertoun uͤberlaſſen, von dem neuen Bekannten, den ihm das Meer zugeſandt, zu den⸗ ken, was er wollte, und er war, im Ganzen, nicht wenig erſtaunt, zu finden, daß das Ergebniß ſeiner Betrachtun⸗ gen fuͤr den Fremden ungleich weniger guͤnſtig ausfiel, als er ſelbſt ſich gedacht hatte. Es ſchien Mordaunt etwas Ab⸗ ſtoßendes in dem ganzen Weſen des Mannes zu liegen. Zwar war es wie nicht zu laͤugnen, ein ſchoͤner Mann, von einem freien, einnehmenden Weſen, allein es aͤußerte ſich eine gewiße Aumaßung in allem, was von ihm ausgieng, welche Mordaunt durchaus nicht behagen wollte. Obgleich er eifriger Jaͤger genug war, um ſich uͤber ſeine Flinte mit dem ſpanlſchen Laufe zu freuen, und ſie deßwegen mit großem Vergnuͤgen anlegte und abſetzte, und die kleinſten Theile am Schloſſe und den Verziernngen mit großer Auf⸗ merkſamkeit betrachtete, ſo konnte er ſich doch im Ganzen gewiſſer Bedenklichkeiten uͤber die Art, auf welche er ſie erworben hatte, nicht erwehren.

Ich haͤtte ſie nicht annehmen ſollen, dachte er bei ſich; vielleicht ſieht ſie Capitain Cleveland als eine Art von Ve⸗ zahlung fuͤr den kleinen Dienſt an, den ich ihm geleiſtet habe, und doch wuͤrde es unfreundlich ſeyn, ſie bei der Art, wie ſie mir angeboten wurde, nicht anzunehmen. Ich wuͤnſchie, er haͤtte mehr an ſich, was einem Vergnuͤgen machen koͤnnte, ihm verpflichtet zu ſeyn.

Ein gluͤcklicher Jagdtag ſoͤhnte ihn indeſſen mit der Flinte aus, und gab ihm die Ueberzeugung, welche die meiſten jungen Jaͤger unter ſolchen Umſtaͤnden gewinnen, daß, in Vergleich mit ſeiner Flinte, alle uͤbrigen nur Knallbuͤchſen waren. Aber Mewen und Seehunde zu erle⸗ gen, wo man ſich an Franzoſen und Spanier wagen, wo