Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Recht finden koͤnnen, denn der erſte Friedensrichter, zu dem er nach ſelner Beraubung ging, haͤtte die beiden Burſche, die es gethan, bei ſich ſchmauſen und trinken laſ⸗ ſen, und das Zeugniß des Einen zu Ganſten des andern angenommen, dann haͤtte man Buͤrgſchaft geſtellt, und der ehrliche Mann, der ſein Geld verloren, haͤtte froh ſeyn muͤſſen, mit heiler Haut das Land zu verlaſſen.

Iſt dieß wirklich wahr? ſagte ich.

Pate ſchwoͤrt, es ſey ſo gewiß wahr, als er eine rich⸗ tige Elle habe, und daran fehlt auch in der Tbat nur ein Zoll zum engliſchen Maaß. Als nun der Herr aus⸗ geredet hatte, war ein entſetzliches Geſchrei nach den Na⸗ men, und er nannte Morris, Euern Oheim, Saufrre Inglewood und andere Leute, ſetzte Andreas mit einem ſchlauen Blick auf mich hinzu.Aber da ſtand dann von der andern Seite Einer auf, man ſolle nicht die erſten Edel⸗ leute des Lands anklagen auf das Wort einer feigen Memme hin, der von dem Heere in Flandern weggejagt worden ſey, weil er's Kanonenfieber bekommen habe; die ganze Sache ſey zwiſchen dem Miniſter und ihm abgekar⸗ tet worden, ehe er von London wegging, und wenn man recht nachſuchen wollte, ſo wuͤrde man das Geld wohl nicht weit vom koͤniglichen Schloß finden. Nun gut, Morris wurde vor die Schranken gerufen, wie ſies nennen, um zu hoͤren, was er uͤber den Streich zu ſagen habe, aber die Leute, welche ihm ent gegen waren, machten einen ſo entſetzlichen Laͤrmen uͤber ſein Reißausnehmen, und von allem Boͤſen, was er fruͤher gethan hatte, daß er, wie Pate ſagt, mehr todt als lebendig war; und ſie konnten kein vernuͤnftiges Wort aus ihm herausbringen, ſo erſchro⸗ cken war er uͤber ihr Gelaͤrm und Geſchrei. Das muß ein