Teil eines Werkes 
47. Band, Ivanhoe : 5. Theil (1827)
Entstehung
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148 vernichtet; denn welchen Anfuͤhrer die Sachſen in einem Buͤrgerkrieg auch erwaͤhlen mochten, ſo lag doch klar am Tage, daß nichts gegen die unbeſtrittene Herrſchaft Richards unternommen werden konnte, da ſeine perſoͤnlichen Eigenſchaften und ſein Kriegs⸗ ruhm ihm die Herzen des Volkes gewonnen hatten; wenn auch ſeine Regierung ſelbſt bald zu nachſichtig war, bald ſich zu despotiſcher Willkuͤhr hinneigte. AUeberdieß konnte es nun ſelbſt Cedrics wider⸗ ſtrebender Beobachtung nicht entgehen, daß ſein Plan einer voͤlligen Vereinigung unter den Sachſen durch Rowenas und Athelſtanes Vermaͤhlung an der ge⸗ genſeitigen Abneigung beider Theile ſcheiterte. Dieß war freilich ein umſtand, den er in ſeinem Eifer fuͤr die Sache der Sachſen nicht vorausſehen konnte; und ſelbſt dann, als ſich dieſe Stimmung laut ge⸗ nug ausgeſprochen hatte, konnte er es kaum uͤber ſich erhalten, zu glauben, daß zwei Sproͤßlinge des ſaͤchſiſchen Koͤnigſtammes gegen eine fuͤr das gemein⸗ ſame Wohl einer Nation ſo vortheilhafte Verbindung, aus perſoͤnlichen Ruͤckſichten ein Aber haben koͤnnten. Allein es war darum nicht weniger ausgemacht; Ro⸗ wena hatte bereits ihre Abneigung gegen Athelſtane zu offen ausgeſprochen, und Athelſtane eben ſo of⸗ fen und beſtimmt ſeinen Entſchluß erklaͤrt, nie wie⸗ der ſeine Bewerbungen um Lady Rowena zu erneu⸗ en. Selbſt Cedrics eigenthuͤmliche Beharrlichkeit erlag dieſen Hinderniſſen, da er, auf ſeinem Willen