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Du biſt gekraͤnkt!— und doch iſt es nicht anders. Was waͤre die Folge Deiner Flucht, als die Zerbre⸗ chung Deines Wappenſchildes, die Beſchimpfung Dei⸗ ner Ahnen und Deine Ausſtoßung aus dem Orden? Bedenke!— Wohin ſollen Deine Waffenbruͤder ihr Geſicht verbergen, wenn Brian de Bois Guilbert, die beſte Lanze unter den Templern, unter dem Hohn und Geſpoͤtte der verſammelten Menge als Abtruͤn⸗ niger erklaͤrt wird? Welche Trauer wird am Hofe von England ſein! Mit welcher Freude wird der ſtolze Richard die Kunde vernehmen, daß der Ritter, der ihm in Palaͤſtina ſo hart zuſetzte, ſeinen Ruhm beinahe uͤberſtrahlte, Ruhm und Ehre um ein Juden⸗ maͤdchen einbuͤßte, das er nicht einmal durch dieſes Opfer retten konnte.“
„Malvoiſin,“ rief der Ritter,„ich danke Dir! — Du haſt eine Saite beruͤhrt, durch die mein Herz am lebendigſten widerklingt!— Komme, was da will, nie ſoll man das Wort Abtruͤnniger bei Brian's Namen hoͤren. Wollte Gott, Richard, oder einer ſeiner hochgeprieſenen Lieblinge erſchiene in den Schranken!— Aber ſie werden wohl leer blei⸗ ben!— Niemand wird es wagen, eine Lanze zu bre⸗ chen fuͤr ſie, die Unſchuldige, Verlorne!“
„Um ſo beſſer fuͤr Dich, wenn's ſo ablaͤuft. Er⸗ ſcheint kein Ritter, ſo iſt es nicht Dein Arm, der bleſem ungluͤcklichen Maͤdchen den Tod bringt; auf


