Teil eines Werkes 
46. Band, Ivanhoe : 4. Theil (1827)
Entstehung
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„Beim Himmel, das ſoll ſie nicht!“ rief Vois Guilbert.

„Beim Himmel, ſie wird und muß es!“ verſezte Malvoiſin.„Lukas Beaumanoir hat ſich in den Kopf geſezt, daß der Tod der Juͤdinn ein Suͤhnopfer wer⸗ den ſoll für alle Liebesvergehen der Tempelritter, und du weißt, daß er Macht und Willen hat, einen ſo weiſen und frommen Vorſatz auszufuͤhren.“

„Werden zukuͤnftige Geſchlechter jemals glauben, daß ſolcher Aberglauben exiſtirte?“ rief Bois Guibert, im Zimmer auf und nieder ſchreitend.

„Was ſie glauben werden, weiß ich nicht, ¹ ver⸗ ſezte Malvoiſin ruhig;„aber ſo viel weiß ich, daß heut zu Tage Laien und Geiſtliche, von hunderten wenigſtens neun und neunzig zu des Großmeiſters urtheilſpruch Amen! ſagen werden!“

„Jezt hab' ich's,“ begann Bois Guilbert.„Al⸗ bert, du biſt mein Freund! du mußt ſie entkommen laſſen, Malvoiſin, und ich will ſie an einen ſichern und heimlichern Ort bringen.“

„Ich kann nicht, wenn ich auch wollte,“ entgeg⸗ nete der Praͤzeptor;„das Haus wimmelt vor Die⸗ nern des Großmeiſters, und von andern, die ihm er⸗ geben ſind. Und um offen mit Euch zu ſprechen, Bruder, ich mag mich mit dieſer Sache nicht befaſſen, und ſollt' ich auch mein Schifflein gluͤcklich in den Ha⸗ fen bringen. Schon zu viel hab' ich fuͤr Euch gewagt. Ich bin nicht geſonnen, mich der Gefahr einer Ab⸗