Teil eines Werkes 
45. Band, Ivanhoe : 3. Theil (1827)
Entstehung
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tief, fuhr aber nach einigen Sekunden fort,—„ſoll der Schatz Euch auf dieſem Boden dargewogen werden.“

„Deine Tochter!“ rief Front de Boeuf, als waͤre er erſtaunt,—„beim Himmel, Iſaak, das haͤtt' ich fruͤher wiſſen ſollen. Ich glaubte, jenes ſchwarz⸗ aͤugige Ding ſei Dein Liebchen, und gab ſie Brian de Bois Guilbert zur Dienerinn, wie es bei den Gelden und Erzvaͤtern in alten Zeiten uͤblich war, die me hierin ein treffliches Beiſpiel gegeben haben.“

Das en tſetzliche Geſchrei, das der Jude bei die⸗ ſer gefuͤhlloſen A de ausſtieß, machte das ganze Gewöͤlbe widerhallen, und erſo reckte ſelbſt die beiden Sara⸗ zenen ſo ſehr, daß ſie zurur fuhren und Iſaak fahren ließen. Er benutzte dieſen Aug. ublick, ſtuͤrzte zur Erde nieder und im hoͤchſten Schmersgefuͤhl Front de Boeufs Knie umklammernd rief er: 1

„Nehmt Alles hin, was Ihr verlangt, err Ritter— nehmt noch zehnmal mehr— macht mich zum Bettler, wenn Ihr wollt,— ſtoßt, mich mit dieſem Dolche nieder, bratet mich auf jenem Herd, nur verſchont meine Tochter und entlaßt ſie unentehrt von dannen! Wenn Ihr von einem Weibe geboren ſeid, verſchonet die Ehre eines huͤlfloſen Maͤdchens! — Sie iſt das Ebenbild meiner entſchlafenen Ra⸗ chel, ſie iſt das lezte von ſechs Pfaͤndern unſrer Lie⸗ be.— Wollt Ihr einen verlaſſenen Vater des einzi⸗ gen, ihm gebliebenen Troſtes berauben?— Wollt Ihr einen Vater zwingen, daß er wuͤnſchen muß⸗

W. Scott's Werke. XLV. 3