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Todesangſt empfinde, als wenn ſie ihn ſchon unter den Hauern haben. So iſt es wahrſcheinlich, daß die Juden, bei ſo vielen Anlaͤſſen zur Furcht, auf jede Art von Tyrannei vorbereitet waren, ſo daß keine Bedruͤckung, die ihnen drohte, jenen Schrecken bei ihnen hervorbringen konnte, der jenes Geiſt und Koͤrper laͤhmende Entſetzen bewirkt; auch war es nicht das erſte Mal, daß Iſaak ſich in einer ſo ge⸗ fahrvollen Lage beſand. Er hatte daher die Erfah⸗ rung zur Fuͤhrerinn und die Hoffnung zur Troͤſterinn, daß er auch dießmal, wie ſchon fruͤher, den Schlin⸗ gen des Voglers entrinnen werde. Vor allem aber ſtand ihm jene unerſchuͤtterliche Hartnaͤckigkeit ſeines Volkes und jene unbeugſame Entſchloſſenheit zur Seite, mit der die Juden oft die aͤuſſerſten Be⸗ druͤckungen ertrugen, welche gewaltthaͤtige uͤber ſie verhaͤngen mochte, ehe ſie ihren Vo durch Bewilligung ihrer Forderungen 1 g ſteten.*
In dieſer Stimmung leidenden Widerſtandes, ſein Gewand um ſich geſchlagen, um ſich gegen die Feuchtigkeit des Gewoͤlbes zu ſchuͤtzen, ſaß Iſank in einer Ecke ſeines Kerkers, mit gefalteten Haͤnden, zerzauſtem Haar und Bart, in ſeinem pelzverbraͤm⸗ ten Mantel und hoher Muͤtze, in dem ungewißen, gebrochenen Lichte, ein wuͤrdiger Gegenſtand fuͤr das Talent eines Rembrandts, wenn der beruͤhmte Ma⸗ ler zu jener Zeit gelebt haͤtte. Ohne ſeine Stellung


