Teil eines Werkes 
44. Band, Ivanhoe : 2. Theil (1827)
Entstehung
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Nowena, durch die Erwaͤhnung bewaffneter Geaͤch⸗ teter in ihrer Naͤhe etwas beunruhigt, unterſtuͤtzte den Vorſchlag ihres Vormundes. Aber Rebekka verließ auf einmal ihre gebuckte Stellung, draͤngte ſich durch das Gefolge nach dem Zelter der ſaͤchſiſchen Dame, kniete nieder und kuͤßte nach Art der Morgenlaͤnder, wenn ſie ſich an Hoͤhere wenden, den Saum von Ro⸗ wenas Gewand, dann ſtand ſie auf und beſchwor ſie im Namen des Gottes, den ſie beide verehrten, und bei dein geoffenbarten Geſetz, woran ſie beibe glaubten, ſich ihrer zu erbarmen und ihnen zu erlauben, daß ſie unter ihrem Schutze weiter reiſen duͤrften. Nicht für mich ſelbſt, fuhr Rebekka fort,flehe ich um dieſe Gunſt, auch nicht fuͤr dieſen alten Mann, ich weiß, die Chriſten halten es fuͤr keine große 6

ade, unſer Bolk zu mißhandeln und zu berauben, eb dieß in Staͤd⸗ ten, in Wuͤſten oder auf offenem Felde geſchieht, iſt einer⸗ lei. Allein es iſt Jemand hier, der auch Euch theuer iſt, und in deſſen Namen flehe ich zu Euch, laßt den armen Kranken ſorgſam unter Eurem Schutze fortge⸗ bracht werden, denn ſollte ihm ein Unfall begegnen, ſo wird der letzte Augenblick Eures Lebens noch von Neue verbittert werden, daß Ihr mir verſagtet, um was ich Euch flehte. Der edle und feierliche Ton, womit Rebekka ihre Bitte vortrug, gab ihr bei der ſchoͤnen Saͤchſinn dop⸗ peltes Gewicht. Der Mann iſt alt und ſchwach, ſprach ſie zu ihrem Vormunder,das Maͤdchen jung und ſchoͤn, ihr