27
Gurth nannte ſie ihm.
„Aber die Ruͤſtung und das Pferd des Templers Brian de Bois Guilbert, wie viel iſt dafuͤr Loͤſegeld bezahlt worden?— Du ſiehſt, Du kannſt mich nicht hintergehen.“„
„Mein Herr,“ erwiederte Gurth,„will von dem Sempler nichts als ſein Herzblut nehmen. Sie haben ſich auf Leben und Tod gefordert, und koͤnnen unter ſich keine Hoͤflichkeit wechſeln.““*
„Wirklich?“ fragte der Raͤuber, und ſchwieg einen Augenblick—„und was wollteſt Du denn mit einem ſolchen Schatz zu Ahſby thun?“
„Ich ging dahin, um dem Juden Iſaak von Vork den Preis der Waffenruͤſtung zu bezahlen, die er meinem Herrn zum Turnier verſchafft hatte.“
„und wie viet bezahlteſt Du an Iſaak. Nach dem Gewichte zu urtheilen, enthaͤlt der Beut! immer noch ſeine zweihundert Zechinen.“ 3
„Ich zahlte an Iſaak,“ ſprach der Sachſe,„achtzig Zechinen, und er gab mir hundert dafuͤr zurück.“
„Wie? was?“ riefen alle Raͤuber mit einem Mal; „wagſt Du, uns zum Beſten zu haben, daß Du uns ſo handgreifliche Luͤgen erzaͤhlſt?“²
„Was ich Euch ſagte,“ entgegnete Gurth,„iſt ſo wahr, als der Mond dort am Himmel ſteht. Ihr werdet die gerade Summe in einer ſeidenen Boͤrſe, getrennt vom uͤbrigen Gelde, finden.“
„S ieh Dich wohl vor, Mann,“ bedeutete ihm der


