Teil eines Werkes 
44. Band, Ivanhoe : 2. Theil (1827)
Entstehung
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Ach, das iſt unrecht, rief der Jude,das war ein Narrenſtreich! Kein Chriſt hier vermag ſo viele Pferde und Ruͤſtungen zu kaufen kein Jude au ſer mir wird ihm den halben Werth dafür geben! Du haſt doch hundert Zechinen in dem Beutel? fragte er, unter Gurths Mantel greifend,er iſt ſchwer!

Ich habe Armbruſtbolzenpfroͤpfe darin, erwie⸗ derte ſchnell beſonnen der Schweinhirt.

Wohl denn, ſagte Iſaak,wenn ich nun ſage, daß ich achtzig Zechinen fuͤr das gute Pferd und die reiche Rüſtung begehre, wobei ich keinen Gulden Pro⸗ ſit habe, na wirſt du mich bezahlen?

Baar auf der Stelle, verſetzte Gurth,und meinem Herrn bleibt dann kein rother Heller in der Taſche. Und doch, wenn dieß Euer letztes Gebot iſt, muß ichs zufrieden ſein.

Fuͤll Dir einen andern Becher Wein, fprach der Jude.Achtzig Zechinen ſind zu wenig. Da bleiben ja gar keine Zinſen fuͤr den Genießbrauch des Geldes, und uͤberdieß kann das Pferd bei dem heutigen Strauße Schaden genommen haben; ſtuͤrmnten doch Mann und Roß auf einander los, als ob ſie Stiere von Baſchan waͤren. Das Pferd muß durchaus dabei gelitten haben.

Wenn ich Euch aber ſage, erwiederte Gurth,daß es geſund und woyl an Gliedern und Lungen blieb? Ihr moͤget es ſogleich in Eurem Stalle in Augenſchein nehmen. Und ich ſage Euch noch dazu, daß die Ruͤ⸗

ſtung mit ſiebzig Zechinen uͤbrig genug bezahlt iſt; und

W. Scott's Werke. XLlV. 2