3 theils unter die Herolde, Minſtrels und Turnierknechte theilen.“ 4
Die Muͤtzen in der Hand druͤckten die Knappen mit tiefen Verbeugungen ihren Dank fuͤr eine Hoͤflichkeit aus, welche ſelten und am wenigſten in ſo reichem Maße vorzukommen pflegte. Dann wandte er ſich an Balduin, den Knappen Brian de Bois Guilberts, mit den Worten:„Von Eurem Herrn nehme ich weder Waffen noch Loͤſegeld. Sagt ihm in meinem Namen, unſer Streit ſei noch nicht beendigt— nicht eher, als bis wir mit Schwert und Lanze ſowohl zu Fuß als zu Roß mit einander gefochten haben. Zu ſolchem Kampfe auf Leben und Tod hat er ſelbſt mich ausgefordert, und ich werde ſeiner Ausforderung nicht entſtehen. Thut ihm daher zu wiſſen, daß ich mich gegen ihn nicht wie gegen ſeine Gefaͤhrten benehmen kann, mit denen ich gerne Hoͤflichkeitsbeweiſe wechſeln will, ſondern, daß ich ihn vielmehr als einen ſolchen anzuſehen habe, gegen den ich in toͤdlicher Ausforderung ſtehe.“
„Mein Gebieter,“ entgegnete Balduin,„weiß Hohn mit Hohn, Schlag mit Schlag, Artigkeit mit Artigkeit zu erwidern. Da Ihr es verſchmaͤht, von ihm, wie von den andern Riktern, einen Theil des Loͤſegeldes anzunehmen, ſo muß ich ſein Pferd und ſeine Ruͤſtung hier laſſen, weil ich uͤberzeugt bin, daß er ſich beider nie wieder bedienen wird.“ —„Ihr habt wohl geſprochen, guter Knappe,“ ver⸗
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ſetzte der enterbte Ritter,„gut und kuͤhn, wie es ſich


