Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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begüͤnſtigten Miniſters, der im Dienſte ſeines Herrn ſeine eignen Wege geht. Er gab nach; obgleich ſeine Gemuͤthsart eine ſolche war, die ſich ſelbſt in Klei⸗ nigkeiten eigenwillig bewies, nahm ſeinen Thron ein und gab, nachdem ſein Gefolge ſich um ihn verſam⸗ melt hatte, den Herolden das Zeichen, die Turnier⸗ geſetze bekannt zu machen, welche kuͤrzlich folgende waren:

Erſtens: Die fuͤnf das Feld haltenden Ritter nehmen es mit allen gegen ſie auftretenden Gegnern auf.

Zweitens: Jeder, der ſich zum Kampfe ſtellt, kann ſich nach Gefallen einen beſondern Gegner unter den Ausforderern durch Beruͤhrung ſeines Schildes waͤhlen. (Geſchah dieß mit umgekehrter Lanze, ſo verſtand man einen Kampf mit den ſogenannten Waſſen der Cour⸗ toiſie, das heißt, mit Lanzen, an deren Spitze eine runde Platte befeſtigt war, ſo daß keine weitere Ge⸗ fahr auſſer etwa durch das Aneinanderrennen der Pferde und der Lanzen, zu befuͤrchten blieb. Beruͤhrte er aber den Schild mit der Spitze der Lanze, ſo galt es einen ernſten Kampf(à outrance) und die Rit⸗ ter ſtritten mit ſcharfen Waffen wie in der Schlacht.)

Drittens: Wenn die gegenwaͤrtigen Ritter ihr Geluͤbde durch das Brechen von je fuͤnf Lanzen er⸗ fuͤllt haͤtten, ſoll der Prinz den Sieger des erſten Turniertages ernennen, und dieſer als Kampfpreis ein Streitroß von ausgezeichneter Schoͤnheit und unvergleichlicher Staͤrke erhalten, und uͤberdieß das