41
„Ein Pilger, der gerade aus dem heiligen Lan⸗ de zuruͤckkehrt,“ war die Antwort.
„Da haͤtteſt du beſſer gethan, dort zu bleiben und fuͤr die Eroberung des heiligen Grabes mit zu kaͤmpfen,“ verſetzte der Templer.
„Wohl wahr, hochwuͤrdiger Herr,“ antwortete der Pilger, dem der Anblick eines Tempelherrn nichts Fremdes zu ſein ſchien;„wenn aber dielenigen, die unter Eid und Pflicht ſtehen, die heilige Stadt zu erobern, ſo weit entfernt von dem Schauplatze ihrer Pflichten umherreiſen, koͤnnet Ihr Euch verwundern, daß ein friedlicher Landmann, wie ich, ein Unterneh⸗ men aufgibt, dem jene ſich entzogen haben?“
Der Templer hatte eine zornige Antwort in Be⸗ reitſchaft, allein der Prior kam ihm zuvor, und gab ſeine Verwunderung zu erkennen, wie er, ihr Fuͤh⸗ rer, nach ſo langer Abweſenheit die verſchlungenen Pfade des Waldes ſo vollkommen wieder zu finden vermochte.
„Ich bin in dieſer Gegend geboren,“ verſetzte ihr Fuͤhrer; und bei dieſen Worten ſtanden ſie vor Cedrics Wohnung, einem niedrigen, unregelmaͤßigen Gebaͤude, das mehrere Hofraͤume und Umzaͤunungen von bedeutendem Umfang in ſich ſchloß; obgleich man daraus auf den Reichthum des Eigenthuͤmers ſchlieſ⸗ ſen konnte, ſo war doch das Haus gaͤnzlich verſchie⸗ den von den hohen, ſchloßartigen, mit Thuͤrmen ver⸗ ſehenen Gebaͤuden, in denen der normaͤnniſche Adel


