13 Normannen geſprochen, und du biſt amt längſten
Schweinhirt geweſen,— du muͤßteſt hier an einem dieſer Baͤume zappeln, ein warnendes Exempel fuͤr alle, die gegen wuͤrdige Leute ubels reden.“
„Hund, du wirſt mich doch nicht verrathen wol⸗ ken,“ verſetzte Gurth,„da du mich ſelbſt dahin fuͤhr⸗ teſt, daß ich Nachtheiliges von ihnen ſprach?“
Dich verrathen!“ antwortete der Spaßmacher; „nein, das könnte nur ein weiſer Mann thun; ein Narr kann ſich nicht halb ſo aut helfen— aber ſtill — wer iſt denn das?“ fragte er, dem jezt hoͤrbar werdenden Pferdegetrappel lauſchend.
„Ei, ſo kuͤmmere dich nicht darum,“ antworteke Gurth, der nun ſeine Herde beiſammen hatte, und mit Huͤlfe Fang's eine lange, dunkle Allee hinabtrieb.
„Nein, ich muß erſt die Reiterei ſehen,“ ant⸗ wortete Wamba;„ſie kommen vielleicht aus dem Feenlande mit einer Botſchaft vom Koͤnig Oberon.“
„Hol dich der Teufel,“ erwiederte der Schwein⸗ hirt;„wie magſt du nur auch ſolch Zeug reden, da ein ſolches Unwetter mit Donner und Blitz gegen uns im Anzuge iſt?— Horch, wie der Donner rollt! Nie ſah ich bei einem Sommerregen ſo ſtarke Tropfen ſenkrecht aus den Wolken fallen. Trotz der Windſtille ſeufzen und krachen die Eichen mit ihren großen Aeſten, als wollten ſie einen Sturm verkuͤn⸗ den. Du kannſt meinethalben den Starkglaubigen ma⸗ chen, aber ſpute dich, daß wir nach Hauſe kommen,
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