9³⁶ der Familie losſprang, das im Bereich ſeiner Ge⸗ walt war.
Das Völkerrecht und die Geſetze der Staatsge⸗ ſellſchaften wurden uͤber dem Durſte nach Rache gleicherweiſe vergeſſen, und um ein unmittelbares Rachgefuͤhl zu befriedigen, befleckte er ſeine Geſchichte mit einem Verbrechen, deſſen Schande keine Zeit wegzuwaſchen vermag.
Der Hang zu Gewaltthaͤtigkeiten, der aus einer wilden und halbbarbariſchen Rachſucht entſprang, wuͤrde ſich vielleicht ohne Napoleons Politik und ſeine Achtung fuͤr die oͤffentliche Meinung, die ſich mit der oͤftern Wiederholung ſolcher Handlungen rachſuch⸗ tiger Grauſamkeit nicht vertragen haben wuͤrde, oͤf⸗ ters gezeigt haben, als in der Wirklichkeit geſchah.
Allein obſchon er im Allgemeinen im Stande war,
ſeine beſondere Neigung zu unterdruͤcken, ſo konnte er ſie doch denen, von welchen er genau beobachtet wurde, nicht verbergen. Als Jemand in Mounier's
Gegenwart eine Lobrede auf Napoleon hielt, und zum
Schluſſe alle Zuhoͤrer aufforderte, einen aͤhnlichen
Karakter aufzuweiſen, ſo ſagte Monnier:„ich glaube,
ich koͤnnte etwas, das Aehnlichkeit mit ihm haͤtte, unter den Montenegrinern finden.“


