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nen genommen werden. In der Abgelebtheit des Alters, in der Armuth und in der ſchrecklichen Ein⸗ ſamkeit der Ruem ſigkeit werden Sie lange genug leben, eine Beute der Qualen des Gewiſſens zu werden. Der Vater wird Sie ſeinem Sohne, der Lehrer ſeinem Zoͤglinge zeigen, und ſagen:„Jun⸗ ge Leute, lernet euer Vaterland, die Tugend, die Treue, und die Menſchlichkeit achten!“
Und Sie achtungswerthe und ungluͤckliche Frau, deren Jugend, Schoͤnheit und Unſchuld ſo ſchaͤnd⸗ lich mißbraucht wurden, ſchlaͤgt Ihr reines und keu⸗ ſches Herz unter einer ſo frevelhaften Hand? In jenen Augenblicken, in welchen die Natur Reiz zur Liebe einfloͤßt, wenn wir von den Trusbildern des Lebens entfernt, reine Freuden unſere Bruſt in raſcher Folge durchgluͤhen fuͤhlen, wenn die Seele durch das Feuer der Empfindung erweitert, bloß das Veranugen genießt, Freude zu verurſachen, und bloß die Freude fuͤhlt, Gefuͤhle zu erregen,— in dieſen Augenblicken druͤcken Sie jenen kalten und ſelbſtfuͤchtigen Mann an Ihr Herz⸗ der nie von ſei⸗
nem Karakter abgewichen iſt, und in dem Laufe von 60 Jahren nie etwas Anderes gekannt hat, als die Sorge fuͤr ſeinen Vortheil, eine inſtinktmaͤßige Liebe zur Zerſtoͤrung, die ſchaͤndlichſte Habſucht, die niedrigen Freuden der Sinne! Nach und nach wird der Schimmer der Ehre, die Pracht und das Ge⸗ praͤnge des Reichthums verſchwinden, und eine all⸗


