10
Der Schrecken war natuͤrlich; allein es war kein wirklicher Grund zu Beſorgniſſen vorhanden. Die Politik und der Krieg ſollten den maͤchtigen Einfluß Napoleon Buonaparte's nie mehr fuͤhlen. Seine entſchwunden en Hoffnungen beſchleunigten die Fort⸗ ſchritte der grauſamen Krankheit, die ihre Quelle in dem Magen hatte, ſo daß ſie fein ganzes Weſen angriff und die Staͤrke der Kouſtitution untergrub. Der Tod ſollte nun endlich die verdruͤßlichen und entwuͤrdigenden Zwiſte beenden, durch die er ſo viele Pein verurſachte und litt, und die Thore eines Ker⸗ kers oͤffnen, fuͤr welchen die Hoffnung ſelbſt kaum einen andern Schluͤſſel darbieten konnte. Die An⸗ zeichen von zerruͤtteter Organiſation in den Verdau⸗ ungswerkzeugen wurden taͤglich augenſcheinlicher, u d feine Weigerung, Arznei zu nehmen, blieb ſo hartnaͤckig, als je, gleich als ob ſie das Reſultat einer inſtinktmaͤßigen Ueberzeugung geweſen waͤre, daß die Huͤlfe der Kunſt nichts vermoͤge. Bei ei⸗ nem der vielen Wortwechſel, die er in dieſer Hin⸗ ſicht fuͤhrte, beantwortete er Antomarchi's Schluͤſſe alſo:—„Doktor, keine Arznei! Wir ſind, wie ich Ihnen bereits geſagt habe, eine Maſchine, die zum Leben geſchaffen worden iſt. Wir ſind dazu organi⸗ ſirt, und ſo iſt unſere Natur. Handeln Sie dem Lebensprinzipe nicht zuwider. Laſſen Sie es allein, — laſſen Sie ihm die Freiheit, ſich ſelbſt zu ver⸗ theidigen— es wird beſſer wirken, als Ihre Arô⸗


