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Er war Dichter, Hiſtoriker, Biograph, Ro⸗ mantiker und Kritiker. Als Dichter kann er kühn um den Vorrang mit dem berühmteſten Barden ſeiner Zeit ſtreiten; als Geſchichtsfor⸗ ſcher ſteht ihm nur Southey gleich; weniger Erfolg hatte er zwar als Biograph, aber daran iſt wohl auch die Wahl ſeiner Lebensbeſchrei⸗ bungen Schuld: des unbeſtändigen Dryden, des veränderlichen Swift; als Kritiker tritt er in eine Linie mit denen, die hierin den erſten Rang behaupten; als Romantiker ſteht er einzig da, unerreicht, ohne Nebenbuhler, wahrſcheinlich nie uͤbertroffen, alle ſeine Vorgänger, mit Ausnahme von ECervantes, weit unter ſich laſſend!—
Nie war ein Schriftſteller populärer als Wal⸗ ter Scott. In Paris allein wurden 1,450,000 Bände ſeiner Werke verkauft. In Deutſchland lieferten gleichzeitig vier Buchhandlungen die
Ueberſetzungen derſelben und auch ihr Geſammt⸗
abſatz mag eine Million Bände überſteigen. In England gingen von einzelnen ſeiner Werke 20, 25, ja 30,000 Exemplare ab.
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