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König Georg IV. einer ſeiner größten Bewunde⸗ rer. Als dieſer Fürſt im Jahre 1822 Schottland beſuchte, kam ihm W. Scott auf der Rhede von Leith zu Schiffe entgegen, worin ſich auch eine Deputation von ſchottiſchen Damen befand, die den König bewillkommnen, ihm ein reich mit Brillanten beſetztes Andreas⸗Kreuz anbieten, und ihn bitten wollten, es als Sinnbild der Treue der ſchottiſchen Nation zu tragen. Kaum hatte Georg von der Annäherung W. Scott's Kunde erhalten, ſo rief er freudig aus:„Wie, Sir Walter Scott! der Mann Schottlands, den ich zu ſehen das größte Verlangen trage?! Laßt ihn ja ſogleich an unſern Bord ſteigen!« Der Koͤnig empfing ihn hierauf auf das Schmeichelhafteſte, behielt ihn zu Tiſche, und er mußte zu ſeiner Rechten ſitzen.
Es war im Jahre 1826, als Walter Scott's Verleger, der Buchhaͤndler Conſtable zu Edin⸗ burg, gezwungen wurde, ſeine Zahlungen einzu⸗ ſtellen. Dieſer unglückſelige Banquerout entriß dem berühmten Dichter alle Früchte eines zwan⸗


