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glaubte, falls Caſtanos vermocht werden konnte, ſich in ein allgemeines Gefecht einzulaſſen. Dupont ſetzte ſich demzufolge in Bewegung, beſetzte Baylen und La Carolina in Andaluſien, und nahm die alte man⸗
riſche Stadt Jaen mit ſtuͤrmender Hand. Der kluge
alte ſpaniſche General hatte indeſſen ſeine neu aushe⸗ gehobenen Truppen organiſilt und abgerichtet, und die Franzoſen waren daher ſehr uͤberraſcht, als ſie
in Jaen mit dem groͤßten Nachdruck und von über⸗
legenen Streitkraͤften angegriffen wurden; nach einem furchtbaren Widerſtande blieb ihnen nichts üͤbrig, als die Stadt wieder zu raumen und ſich nach Buylen zuruͤckzuziehen. Von hier ſchrieb Dupont nach Madrid an Savarp, um ihm ſeine bedenkliche Lage zu ſchil⸗ dern. Seine Leute, ſagte er, haͤtten kein Brod, ſie müßten das Korn auf den Feldern ſelbſt ſchneiden, zer⸗ ſtampfen und, ſo gut es anging, kneten und backen— die Bauern haͤtten die Feldarbeit eingeſtellt und die Waf⸗ fen ergriſſen— die Inſurgenten wuͤrden von Tag zu Tag frecher— ſie gingen nun ſchon angreifend zu Werke, und er beduͤrfte einer bedeutenden Verſtaͤrkung, um ſich entweder zu halten oder dem Feinde einiger⸗ maßen Abbruch thun zu koͤnnen. Dieſe Deveſche ſiel
in die Haͤnde von Enſtanos, der darnach ſeine Maß.
reßalu nahm.
Am noten Juli griffen zwei ſtarte ſpaniſche Divl⸗ ſionen die Franzoſen auf verſchiedenen Punkten an. Sie vertrieben dieſelben aus Bpier und warfen ſie


