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den Moͤnchen, die in der einen Hand das Schwerdt,
in der andern das Kruzifir hielten, im Namen Got⸗ tes und des Koͤnigs zum Streit angefeuert; ſelbſt Weiber miſchten ſich in das Gefecht und brachten den Streitenden Munition und Erfriſchungen.
Jeder Verſuch, in die Stadt zu dringen, ſchlug fehl; und Moncey, der die Verſtaͤrkungen, die ihm Duhesme von Barcelona aus haͤtte zuſenden ſollen, nicht fand, ſah ſich genoͤthigt, ſein Unternehmen auf zugeben und ſich, von den Inſurgenten hart bedraͤngt, auf die Hauptarmee, die Alt⸗ und Neuecaſtilien beſetzt hielt, zuruͤckzuziehen.
Es war in den Kriegen Napoleons fuͤr ſeine Trup⸗ pen und Generale etwas Seltenes, auf dieſe Art einen Plan vereitelt zu ſehen und davon abſtehen zu muͤſſen. Allein der Diviſion Dupont ſollte etwas noch weit Schlimmeres begegnen, als das, was dem Ge⸗ neral Duhesme in Catald jen und dem Marſchall Moncey vor Valencia widerfahren war.
Gleich nach ſeinem erſten Einruͤcken in Madrid hatte Murat den General Dupont, der in großem Rufe ſtand, nach Cadix entſandt, und ihn zum Gon⸗
verneur dieſes Platzes beſtellt. Napoleon ſcheint die⸗
ſen Verſuch, ſich einer ſo wichtigen Stadt zu bemäͤch⸗ tigen und der franzoͤſiſchen Flotte, die dort vor Anker lag, Schutz zu gewaͤhren, fuͤr zu voreilig gehalten zu haben, wahrſcheinlich, weil er gern Kark dem Vierten den Weg offen laſſen wollte, ſich von Cadix aus nach


