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64. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 30. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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95 auch koͤnnen wir unſer Mitleid nicht bloß dem Ge⸗ fangenen, ſondern auch der Perlon, deren ſchmerz⸗ liche Pflicht es war, ſein Aufſeher zu ſeyn, nicht verweigern. Seine Pflicht, Napoleons Perſon ge⸗ fangen zu halten, mußte mit der hoͤchſte n Strenge vollzogen werden, und erforderte einen Mann von einer ſolchen außerordentlichen Seelenſtaͤrke daß er ſei⸗ nen Gefuͤhlen kein einziges M al den Vorrang vor ſeinen Urtheilen zugeſtand, und im Stande war, alle die falſchen Beweisgruͤnde zu entdecken und zu beantworten, die man aufſtellen konnte, um ihn von der geraden und maͤnnlichen Vollziehung ſeiner Pflicht abzuſchrecken. Allein dann haͤtte mit dieſen ſeltenen Eigenſchaften eine faſt eben ſo ſeltene Ru⸗ he des Gemuͤths und eine Großherzigkeit gepaart ſeyn ſollen, die, auf ihre Ehre und Biederkeit ver⸗ trauend, mit Heiterkeit und Mitleld auf die taͤgli⸗ chen und ſtuͤndlichen Wirkungen der geiſtzerruͤtten⸗ den Urſachen blicken konnten, welche das außeror⸗ dentliche Weſen, das ihrem Einfluſſe unterworfen war, quaͤlten und in einen Zuſtand beſtaͤndiger und unertraͤglicher Aufreitzung verſetzten. Buonagparte und ſeine Begleiter, die ſeine Leidenſchaften zuruͤck⸗ ſpiegelten, waren bei allen Gelegenheiten als Leute zu betrachten, die unter dem fiebriſchen und wahn⸗ ſinnigen Einfluſſe laͤngſt vergangener Dinge handel⸗ ten und dachten⸗ und der Faͤhigkeit, uͤber Gegen⸗

ſtaͤnde,

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