129 Neuheit und nach ſeiner ungewohnten und beſondern Lage ſchon ein ganz verſchiedenes Intereſſe von dem zu erregen, das er als Deſpot, welcher ſo viele Konſerip⸗ tionen anſtellte, und ſeinem Ehrgeiz ſo viele Millionen Schlachtopfer opferte, erregt hatte. Jeder Beweis von Thaͤtigkeit innerhalb des neuen Kreiſes ſeiner Beſitzungen wurde von ſeinen Bewunderern mit der konſtitutionellen Unbeholfenheit des reſtaurirten Mo⸗ narchen in Kontraſt geſetzt. Da er ſich gleich ſehr in
Kuͤnſten des Friedens wie in denen des Krieges aus⸗ zeichnete, fehlte es(ſo ſagten ſie) blos noch der pfle⸗ genden Hand und des unermuͤdeten Auges von Na⸗ poleon, um Frankreich zum Gegenſtande des Neides fuͤr das Weltall zu machen, wenn ſeine militaͤriſchen Operationen ihm die Muße und Gelegenheit, welche die Bourbonen ietzt haben, geſtattet haͤtten. Dieſe Aeußerungen, anfangs im Stillen gemacht, ſpaͤter aber laut vorgebracht, hatten die gewohnten Wirkun⸗ gen auf den unbeſtäͤndigen Sinn des Publikums, und nachdem der temporaͤre Enthuſiasmus zu Gunſten der Bourbons in Gleichguͤltigkeit und Abneigung umge⸗ ſtanden, begann ber allgemeine Schrecken vor Buona⸗ parte's ehrgeizigem und tyranniſchen Karakter der Er⸗ innerung an ſeine Thatkraft, Energie und ſeinen Un⸗ ternehmungsgeiſt zu weichen. 3
Dieſe veraͤnderte Stimmung mußte ihm, welcher der Gegenſtand davon war, bald genug bekannt wer⸗ den. Eine Aeußerung, ſagte man, entwiſchte ihm
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