126 Man glaubt allgemein, daß Buonaparte anfang⸗ lich nicht beſtimmt war, von dieſen Umtrieben Nutzen zu ziehen; er wurde gefuͤrchtet und gehaßt von den Jakobinern, welche wußten, wie geringe Hoffnung ſeine eiſerne Regierungsweiſe ihnen zu dem Verſuche gab,
ihre Werkſtaͤtten des Fanatismus, in welchen eine reine
Republik, oder eine republikaniſche Monarchie geſchmie⸗ det werden ſollte, in Aufnahme zu bringen. Maͤn glaubt, daß ſich ihre Blicke hauptſachlich auf den Her⸗ zog von Orleans gerichtet hatten. Sie rechneten wahr⸗ ſcheinlich auf die Staͤrke der Verſuchung, und dachten⸗
daß ſie durch den Sturz Ludwigs XVIII., und durch
die Beſetzung des Throues mit ſeinem Vetter, auf der einen Seite einen Koͤnig erhalten wurden, der ſeine Macht durch die Revolntion behauptete, und auf der andern Seite die fremden Maͤchte und die Kon⸗ ſtitutionelen im Innern des Reiches durch die Wahl ines Souveraͤns aus der Mitte der Bourboniſchen Familie mit ſich ausſoͤhnen wuͤrde. Die V Vorſichtig⸗
ſten unter denen, welche in dieſe Umtriebe verwickelt
waren, empfahlen, nichts bei Lebzeiten des regieren⸗ den Monarchen zu unternehmen, andere waren un⸗ geduldiger und unvorſichtiger, und der Prinz, hieß es, habe einen Wink von ihrem Plane in einem ununterzeichneten Billet bekommen, das blos die Worte enthielt:—„Wir werden es ohne Sie thun, wir
werden es gegen Ihren Willen thun, wir werden es


