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1 1. Garde, bevor. Soviel ihrer zuſammengebracht wer⸗ den konnten, waren vor ihm aufmarſchiert; es drau⸗ gen ihm einige Thraͤnen aus den Augen, und ſeine Zuͤge hatten den Ausdruck der heftigſten Gemuͤths⸗ bewegung, da er, wie er damals glanben mußte, zum letztenmal die Genoſſen ſo vieler Siege muſterte. Er kam zu Pferde heran, ſtieg ab, und ſagte ihnen ein feierliches Lebewohl.„Ganz Europa,“ ſprach er, „haͤtte ſich gegen ihn bewaffnet, Frankreich ſelbſt ihn verlaſſen und eine andere Dynaſtie gewaͤhlt. Er haͤtte mit ſeinen Soldaten noch Jahre langen Buͤrgerkrieg gefuͤhrt; allein er wuͤrde Frankreich ungluͤcklich ge⸗ macht haben. Seyd getreu,“ fuhr er fort,(dieſe Worte ſind hoͤchſt bemerkungswerth)„dem neuen Sou⸗ verain, welchen Frankreich gewaͤhlt hat. Bejammert mein Schickſal nicht; ich werde ſtets gluͤcklich ſeyn, ſo lauge ich weiß, daß ihr es ſeyd. Ich haͤtte ſterben können— nichts war leichter— allein ich werde immer dem Weg der Ehre folgen. Ich will mit der Feder die Thaten verfolgen, die wir zuſammen voll⸗ bracht haben. Ich kann euch nicht alle umarmen, allein ich umarme euren General,“— Aer druͤckte den General an ſeine Bruſt)„bringt den, Adler hie⸗ her!“—(er umarmte die Standarte und ſchloß) —„geliebter Adler, moͤgen die Kuͤſſe, die ich dir gebe, noch lange durch die Herzen der Tapfern drin⸗ gen!— Lebt wohl, meine Kinder,— lebt wohl— meine tapfern Waffengenoſſen, umgebt mich noch ein⸗


