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oft auch Werthloſes vom Auslande in unſern hei⸗ mathlichen Boden verpflanzt ſteht, wo aller Arten in⸗ und auslaͤndiſcher Schmarozerpflanzen gewaltſam ſich eindraͤngen, bedarf es wohl keiner Rechtferti⸗ gung, wenn dem Publikum E. L. Poſſelt's Schrif⸗ ten in einer vollſtaͤndigen Sammlung von Neuem in die Haͤnde gegeben werden; ja der Unterzeichnete iſt der Ueberzeugung, daß er ſeinen Zeitgenoſſen und namentlich den Freunden der hiſtoriſchen Lite⸗ ratur mit dieſer neuen Ausgabe, deren Werth da⸗ durch noch bebeutend erhoͤht wird, daß er aus Poſ⸗ ſelt's literariſchem Nachlaſſe auch noch Unge⸗ drucktes mittheilen kann, keine unwillkommene Gabe darbiete.
Statt aller Lobpreiſungen erlauben wir uns da⸗ her auch nur das Urtheil eines unſerer beliebteſten Schriftſteller uͤber Poſſelt anzufuͤhren:
„Poſſelt“, ſagt er,„war einer der geiſtvollſten „Geſchichtſchreiber der Deutſchen, und verband
„mit dem Talent der lebendigſten ſtyliſtiſchen Dar⸗ „ſtellung eine genaue Kenntniß der hiſtoriſchen „Meiſterwerke des klaſſiſchen Alterthums, beſon⸗
„ders der Roͤmer. Seine fruͤheren hiſtoriſchen Ar⸗
„beiten verkuͤndigten ſchon den Geiſt, der in ſei⸗ „nen nachherigen Schriften wehte; am freieſten
„aber entfaltete ſich dieſer Geiſt an dem großen „ntereſſe der Zeitgeſchichte, ſeit die franzoͤſiſche
„Revolution die Aufmerkſamkeit von ganz Euxopg
„feſſelte. Da ſchilderte er die neueſten Ereigniſſe
„mit warmen oft gluͤhenden Farben in ſeinen Eu⸗
„ropaͤiſchen Annalen, und leiſtete, ausgeſtattet „mit reichen hiſtoriſchen, geographiſchen, ſtatiſti⸗
„ſchen und ſtaatsrechtlichen Kenntniſſen alles, was
„man nur von einer Wuͤrdigung und Darſtellung
„der hiſtoriſchen Facten in dem Jahre verlangen
„kann, in welchem ſie ſich zutragen. Poſſelt ge⸗
„hoͤrt zu der kleinen Zahl der beſten hiſtori⸗
„ſchen Schriftſteller unſerer Nation, der


