62 Wrede von den Ufern des Inn herbei und hatte Wuͤrzburg am Main erreicht, in der Abſicht, der fran⸗ Soͤſiſchen Armee den Weg nach Frankreich zu verſper⸗ ren. Hiezu kam noch die ſchlimme Botſchaft, daß die Oeſterreicher und Preußen auf ihrem Vormarſche ſchon bis Weimar und Langenſalza gekommen ſeyen, ſo daß er wieder in der Gefahr ſtand, gaͤnzlich um⸗ zingelt zu werden. Durch dieſe Umſtaͤnde bewogen, verließ Napoleon Erfurt am z5ſten in einem Wet⸗ ter, das ſo ſtuͤrmiſch, wie ſeine Gluͤcksumſtaͤnde war. Zufolge eines ungluͤckſeligen Beſchluſſes der Al⸗ llirten war Marſchall Bluͤcher angewieſen worden, in der Verfolgung der franzoͤſiſchen Armee ſeinen Weg uͤber Gießen und Wetzlar zu nehmen, und den kuͤrzeſten Weg an den Rhein, der uber Fulda und Gelnhauſen fuͤhrt, einer oͤſterreichiſchen, von Schmal⸗ kalden heranziehenden Kolonne zu uͤberlaſſen. So ward der ruͤhrigſte und unternehmendſte Verfolger von Napoleons gerader Ruͤckzugsſtraße abberufen und durch die Oeſterreicher, die ſich nicht ſonderlich ſputeten, nur unvollkommen erſetzt. Doch wurden die Franzoſen von den Koſacken unter Platoff, Czer⸗ nitſcheff, Orloff⸗Dennizoff und Kowaiski wieder einge⸗ holt und fortwaͤhrend von hinten und auf beiden Seiten gedraͤngt, ſo daß ſie noch großen Verluſt er⸗ litten. Siin Indeſſen beharrte Wrede, obgleich er weit we⸗ niger Truppen hatte, als Napoleon, auf ſeinem
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58. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 24. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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