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58. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 24. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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auf beiden Seiten in einem fort, ohne daß die ge⸗ ſchreckten Zuſchauer von den Mauern und Thuͤrmen Leipzigs eine Schaar vorruͤcken oder wanken ſahen. Die Franzoſen hatten den Vortheil des Bodens, die Alliirten die Mehrzahl fuͤr ſich. Die einen wie die andern wurden von den erſten Feldherren ihres Lan⸗ des und Jahrhunderts befehligt. Um zwei Uhr Nach⸗ mittags drangen die preußiſchen Abtheilungen unter General Pirch und Prinz Auguſt mit der ungeſtuͤm⸗ ſten Tapferkeit in Probſtheyda ein. Das franzöoͤſiſche Heergefolge ergriff die Flucht; das Getoͤſe uͤbertoͤnte ſelbſt den Geſchuͤtzesdonner. Napoleon, ſtill und ru⸗ hig in das Getuͤmmel hineinſchaubnd, ordnete ſeine alte Garde, welche die Reſerve bildete, und fuͤhrte ſie ſelbſt zur Wiedereroberung des Dorfes vor, wo er ſie einbrechen ſah, ehe er ſich wieder auf die Unhoͤhe zuruͤck⸗ begab, wo er das Gefecht uͤberſah. Waͤhrend dieſes gan⸗ zen ereignißvollen Tages, an welchem er weniger fuͤr den Sieg, als fuͤr ſeine Rettung focht, blieb dieſer wun⸗ derbare Mann ruhig, entſchloſſen, gefaßt, und unter⸗ ſtuͤtzte ſeine gebrochenen und zuſammengeſchmolze⸗ nen Schaaren im Schwalle der Gefahr mit derſelben Geiſtesgegenwart und demſelben Muthe, mit welchen er ſo oft der Fluth des Sieges ihre Richtung gege⸗ ben hatte. Vielleicht waren ſeine militaͤriſchen Ta⸗ lente jetzt, wo er zugleich gegen das Schickſal und gegen die Ueberzahl ankaͤmpfte, mehr zu bewundern, als zur Zeit ſeiner herrlichſten Siege, wo die lau⸗ nenhafte Gluͤcksgoͤttin mit ihm und fuͤr ihn focht.