34 ſie hielten allerdings Wort in den ſchranlichen Ge⸗ fechten, die jetzt folgten.
Napoleon traf ſeine Vorkehrungen vorzüͤglich auf der Suͤdſeite von Leipzig. Man behauptet ſo⸗ gar, aber wahrſcheinlich ohne Grund, er habe auf der Nordſeite keinen ernſtlichen Angriff erwartet. Aber am 15ten Abends ſtiegen drei in weißem Licht erglaͤnzende Raketen am ſuͤdlichen Horizont gegen den dunklen Himmel auf, die alsbald von vier rothen Naketen auf der Nordſeite erwiedert wurden. Man hielt dies fuͤr ein verabredetes Signal zwiſchen der großen Armee der Alllirten und den Heeren des Kronprinzen und Bluͤcher's. Dieſe konnten dahet oben nicht mehr weit entfernt ſeyn.
Napoleon blieb hinter dem Mittelpunkt der Stellung bei ſeinen Garden, gegenuͤber dem von den Verbuͤndeten beſetzten Dorfe Goſſa. 6 „Bei Tagesanbruch am 16ten Okt. begann die Schlacht. Die franzoͤſiſche Stellung wurde entlang der ganzen ſuͤdlichen Fronte mit groͤßter Wuth an⸗ gegriffen. Auf dem franzoͤſiſchen rechten Fluͤgel ſturmte Kleiſt mit ſeinen Preußen den Ort Marklee⸗ derg, waͤhrend die oͤſterreichiſche Diviſton Meerveldt, durch die Suͤmpfe auf dem linken Pleißeufer drin⸗ gend, den Uebergang uͤber dieſen Fluß zu erzwingen drohte. Poniatowski, der hier ſtand, verlor Terrain, ſo daß der Kaiſer die Truppen von Souham, die in der Nacht augetroſſen und zur Unterſtuͤtzung von


